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Digitalfotos beschneiden

In diesem Beitrag erfährst du unter anderem, warum das Standardformat nicht für jedes Motiv das richtige ist, und was du dagegen tun kannst.

Bildformat und Verwendungszweck

Panorama-Aufnahmen kannst du nicht problemlos überall entwickeln lassen oder als Postkarte verschicken. Und falls du nicht gerade auf Blockartefakte stehst, kann ich dir nur abraten, größere Abzüge von stark beschnittenen Fotos anfertigen zu lassen.

Andere Bilder willst du verkleinert auf deiner Webseite einbinden, aber nach dem Schrumpfen ist ihre Aussagekraft verschwunden. Flickr etwa erstellt zu extrem breiten (bzw. hohen) Bilddateien winzige Vorschaubilder:

Flickr-Vorschaubild eines Panoramas

Bereits während des Fotografierens

… musst du dafür sorgen, dass später nicht zuviel ursprünglicher Bildrand in den (virtuellen) Papierkorb flattern wird. Denn bei Digitalfotografien ist jeder Pixel kostbar; sie lassen sich aufgrund ihrer komprimierten Bilddatenmenge eben nicht ohne Qualitätsverluste beliebig vergrößern. Im Idealfall entscheidest du dich vor den Aufnahmen für das spätere Format und komponierst die Bildbestandteile entsprechend.

Die Vorschaufunktion deiner Digitalkamera ist dabei eine große Hilfe, denn auch andere Störfaktoren würdest du sonst vermutlich erst zuhause bemerken. Etwa, dass eine Taube genau vor dem Gesicht der Statue entlanggeflogen ist oder deine Tante geblinzelt hat.

Wenn es unbedingt genau diese Kameraposition sein muss, kannst du ins Bild ragende Äste hochbinden. Wenn nicht, dann geh’ einfach einige Schritte näher ans Motiv heran. Oder seitwärts. Zoomen ist auch eine Möglichkeit. Und die Wahl eines der Situation angemessenen Objektivs sowieso.

Um dieses Fotomotiv trotz Weitwinkel ordentlich freigestellt zu bekommen, musste ich beispielsweise mit dem Fotoapparat ganz dicht an ein Gittertor heran.

Falls du ein Stativ benutzt, kannst du eine schnelle Aufnahmereihe schießen, um später im Bildbearbeitungsprogramm die besten Teile zu einem störungsfrei(er)en Foto zusammensetzen zu können.

Es ist überhaupt empfehlenswert, bereits die vermeintlich narrensicheren Motive doppelt und dreifach und auch mit leicht verändertem Blickwinkel abzulichten. Auch deshalb musst du stets mehr als genug Speicherplatz bereithalten.

Bildformat und (fehlende) Ästhetik

Fotos werden beschnitten, um ihre Aussagekraft zu maximieren. Ins Bild hängende Äste oder großflächige Eintönigkeit (z.B. unbedeckter Himmel) wiederum lenken vom Hauptmotiv ab. Sie liefern überflüssige Bildinformationen und ‘verunreinigen’ die Aufnahmen.

Die einfachste Lösung heisst Bildbeschneidung, wird in GIMP von einem Messer-Icon symbolisiert …

das GIMP-Croptool

… und ermöglicht es dir, den richtigen Bildausschnitt auszuwählen:

das GIMP-Croptool: Beispiel

Probiere so lange herum, bis dir das Bild wirklich gefällt. Fehlgeschlagene Bildbearbeitungen kannst du leicht rückgängig machen.

Veröffentlicht am 29. März 2010 Stichworte:

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