Gezieltes Nachdunkeln und Aufhellen

Pierre Vlček

Artikelfoto

… bestimmter Bildbereiche ist vonnöten, wenn dir die Lichtstimmung einer Fotografie noch nicht gefällt. Die Fachbegriffe für diese Tätigkeiten haben sich nicht geändert: jene Bilddetails werden ‘nachbelichtet’ oder ‘abgewedelt’.

Die Arbeitsschritte

Du öffnest das Digitalfoto mit dem ebenenfähigen Bildbearbeitungsprogramm deiner Wahl, erzeugst eine transparente zweite Ebene, bepinselst (auf ihr!) die abzudunkelnden Bildteile mit schwarzer Farbe, lässt die Ebene vom Programm weichzeichnen und stellst abschließend ihren Ebenenmodus auf maximal einhundertprozentig deckkräftige Überlagerung (Overlay) ein.

Krokusse und schwarze, gegausste Ebene

Mit dem Weichzeichnen darfst du es nicht untertreiben, denn ansonsten führt die Überlagerung zu einer überdeutlichen Helligkeitsgrenze. Die Stärke der (Gauss’schen) Weichzeichnung richtet sich nach den Ausmaßen der Digitalfotografie.

Außerdem gilt: Je hochprozentiger die Überlagerung ist, desto mehr Helligkeit schluckt die geschwärzte Ebene. Den gegenteiligen Effekt – also die Nachbelichtung von Bildteilen – erreichst du, indem du helle Graustufen oder Weiß verwendest.

Und wenn du dann noch Farbe ins Spiel bringst, so wirkt sich eine Ebenen-Überlagerung auch auf die Farben der zugrundeliegenden Bilddatei aus.

Aber vergiss nicht: Mit Abwedeln (dodging) und Nachbelichten (burning) kannst du nur jene Bilddaten optimieren, die auch vorhanden sind. Tiefe Dunkelheit kannst du nicht in Tageslicht verwandeln und auch Überbelichtungen sind so nicht zu retten. Achte bereits beim Fotografieren darauf, dass deine Motive so optimal wie möglich ausgeleuchtet sind!

Ein Beispielbild bzw. Bildbeispiel

Krokusse mit überlagerter Schwarzmaske (42 sowie 100 Prozent) oder Regenbogenebene
(a) verkleinertes Original (b) O. + 42% Überlagerung (c) O. + 100% Überlagerung (d) O. + hochprozentige Überlagerung mit einer bunten Ebene

Veröffentlicht am 25. März 2009

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