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Digitalkameras gebraucht kaufen – Wichtige Tipps

Mit etwas Glück erwischt man seine ausgewählte Digitalkamera, egal ob Kompakt- oder Spiegelreflex-Modell, zum Schnäppchenpreis im Fachhandel. Doch dieses Glück hat man nicht immer und gerade bei etwas preisintensiveren Kameras kommt man um eine Investition nicht herum. Eine Alternative bietet der Gebrauchtmarkt. Doch bevor man ein gebrauchtes Kamera-Schnäppchen erhascht sollte man ein paar wichtige Tipps beachten.

Bevor du dich in das vielfältige Angebot gebrauchter Kameras stürzt, solltest du dir erst einmal Gedanken machen welche Kamera du überhaupt brauchst. Lies dazu meine 7 Tipps zum Kamerakauf und Wann ist die beste Zeit eine Digitalkamera zu kaufen. Hast du dich entschieden oder bist du dir schon sicher was genau du suchst, dann kannst du dir die folgenden Fragen stellen:

Wo kann ich am besten eine gebrauchte Digitalkamera kaufen?

Wie so oft kommt es drauf an. Bei günstigen Kameras, kann man mit etwas gesunder Vorsicht bei eBay oder Amazon sein ausgewähltes Modell sichern. Anders sieht es mit teuren Spiegelreflex-Kameras aus. Hier sollte man das Gerät erst einmal mit eigenen Augen begutachten können. Ein Blindkauf sorgt hier schnell für Ärger. Ebay Kleinanzeigen oder andere Kleinanzeigen-Seiten erlauben die direkte Kommunikation mit dem Anbieter. Hier sollte man einen Termin zur Besichtigung ausmachen.

Auch welche äußeren Merkmale sollte ich achten?

Wie auch bei dem Kauf eines gebrauchten Autos lassen sich auch bei Kameras erste Schlüsse durch die reine Betrachtung ziehen. Verdreckte Teile und äußere Schäden wie Kratzer, Dellen oder abgesplitterte Teile weisen auf einen unachtsamen Umgang mit der Kamera hin. Das könnte sich negativ auf das Innenleben der Digitalkamera ausgewirkt haben. Wichtig sind auch die Linsen der Objektive. Hier solltest du nach Kratzern und Verunreinigungen Ausschau halten.

Welche Kamera-Funktionen sollte ich kontrollieren?

Die wichtigsten Funktionen des Bodys solltest du ausprobieren können. Damit stellst du sicher, dass keine groben Defekte vorhanden sind.

Knöpfe und Schalter testen.
Rasten die Schaltelemente richtig ein.? Hat der Auslöser einen normalen Druckpunkt? Gibt es defekte Elemente?

Klappen und Deckel prüfen.
Schließen die Klappen für Batterie- und Speicherkartenschacht richtig? Hält der Verschlussdeckel am Objektiv?

Objetiv testen.
Funktioniert der Autofokus und stellt er auch exakt scharf? Arbeitet die mechanische Zoomverstellung ohne spührbares Kratzen und Ruckeln?

Display begutachten.
Hat das Display Kratzer oder andere Schäden? Gibt es tote Pixel?

Die Bildqualität der Kamera kann man in dieser Situation natürlich nicht überprüfen. Dazu solltest du dich schon vor der Entscheidung für ein Modell schlau machen.

Welches Zubehör sollte beim Second-Hand Kauf dabei sein?

Die wichtigsten Zubehörteile sind wohl der Akku und das passende Ladekabel. Diese sollten auf jeden Fall dabei sein. Mit etwas Glück kannst du beim Gebrauchtkauf zusätzliche Zubehörteile wie Kameratasche, zusätzliche Objektive, Filter und Speicherkarten sehr preiswert erwerben.

Eine Originalverpackung ist weniger wichtig, ist aber ein klares Zeichen für Seriösität. Zumindest kann man damit größtenteils ausschließen, dass es sich bei der gebrauchten Kamera um Diebesgut handelt.

Auf welche Dokumente und Garantiebelege muss ich achten?

Wenn die gebrauchte Kamera noch jünger als zwei Jahre ist, sollte auf jeden Fall eine Rechnung oder ein Kassenzettel mitgeliefert werden. Damit kann man bei auftretenden Problemen die Gewährleistung beim Händler in Anspruch nehmen. Kauft man die Kamera gebraucht von einem Unternehmen, muss dieses mindestens 12 Monate Gewährleistung geben. Beim Second-Hand-Kauf von Privat hat man in der Regel keine Garantie- oder Gewährleistungsansprüche.

Fazit

Vorsicht ist geboten bei dubiosen Schnäppchen im Internet, die kein „echtes“ Produktfoto zeigen und besonders billig sind. Ein gesunder Menschenversand und genug Zeit für eine Funktionsprüfung sind bei teureren Gebrauchtkameras unabdingbar. Dann steht dem Schnäppchen auch nichts mehr im Weg.

Veröffentlicht am 15. Juli 2013

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