Megapixel
Die Angabe der Megapixel beeinflusst wohl die meisten Kaufentscheidungen im Bereich der digitalen Fotografie. Dabei sagt diese Angabe allein ziemlich wenig darĂŒber aus, ob sich mit einer Kamera ĂŒberzeugende Ergebnisse erzielen lassen. Sie verrĂ€t zuerst einmal nur, dass der kamerainterne Bildsensor in der Lage ist, Dateien von maximal soundsovielen Millionen Bildpunkten GröĂe zu erzeugen.
Höhe mal Breite
Bereits die Bezeichnung als Megapixel verzerrt die Vorstellung von der Leistung der Kamera. Denn die SeitenlÀnge einer Digitalfotografie ist nicht ganz so mega.
Die Pixel formen ein Rechteck. Mit der Formel fĂŒr den FlĂ€cheninhalt (flĂ€che = höhe x breite) kann man die Anzahl der Einzelpixel berechnen. So etwa entsprechen 9.98 Mega- umgerechnet 3648Ă2736 Einzelpixeln.
Und vier Quadratpixel sind eigentlich sechzehn voneinander unabhÀngige Pixel, denen der Bildsensor neben den ebenfalls wichtigen Helligkeits- und Farbwerten eine bestimmte Position zugewiesen hat.
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Ăhnlich den Buchstaben dieses Textes, aus denen sich beim Lesen der Zusammenhang erschlieĂt, wird das Muster erst vom Hirn des Publikums zum Bildmotiv zusammengesetzt. Wer nichts erkennt oder versteht, dem fehlt womöglich der zur EntschlĂŒsselung notwendige Code.
Geometrie
Was das wohl ist?
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Richtig: Eine zweite Illustration. Sie zeigt den GröĂenunterschied zwischen zehn, acht, sechs und vier Quadratpixeln.
Und beweist, wie wenig Sinn es ergibt, eine neue Kamera zu kaufen, nur weil die zwei Megapixel mehr unter der Haube hat. Denn da die Pixel, wie bereits erwĂ€hnt, zum Rechteck angeordnet sind, brĂ€uchte es viermal so viele von ihnen, um die doppelte BildgröĂe zu erreichen.
Das ist ĂŒbrigens der Grund fĂŒr die Existenz von Mittel- und GroĂformatfotoapparaten: Je feinkörniger (und gröĂer) das ‘Negativ’ ist, umso detailreichere (und gröĂere) AbzĂŒge lassen sich erzeugen.
QualitÀt vs. QuantitÀt
Manche meinen, dass im Kompaktdigitalbereich Bildsensoren mit sechs Megapixeln optimale Ergebnisse liefern, und haben diese Theorie auf der gleichnamigen Webseite mit Fakten untermauert.
Wie dem auch sei, eines ist sicher: Sobald fĂŒr eine kompakte Digitalkamera oder ein Fotohandy mit hoher Megapixelzahl geworben wird, ist Vorsicht geboten. Vor allem, wenn das GerĂ€t gleichzeitig noch mit beeindruckendem Analogzoom aufwartet. Dazu ist nĂ€mlich ein Objektiv mit vielen Linsen vonnöten.
Und da jede Linse das auf den kleinen Sensor treffenden Licht abschwĂ€cht, hat mĂŒssen Fotografen bei schlechten LichtverhĂ€ltnissen ganz schnell die Qual der Wahl treffen zwischen UnschĂ€rfe, Unterbelichtung und farbstimmungszerstörendem Blitzlicht.
Zusammenfassung
Ein qualitativ hochwertiger Bildsensor, dessen Einzelpixel genĂŒgend FlĂ€che haben, verkraftet mehr Lichtteilchen, bevor Bildbereiche ĂŒberbelichten; ein groĂer Sensor ist theoretisch eher zu klaren, scharfen Aufnahmen in der Lage als die meisten (kompakten) Megapixel-Angeber.
Theoretisch, weil es letzten Endes auf das Geschick im Umgang mit dem Apparat und dessen Potential ankommt.
Selbst mit einer miesen Kamera lassen sich, ein wenig KreativitĂ€t und Können vorausgesetzt, durchaus passable Ergebnisse erzielen. Wobei diese Ergebnisse unter UmstĂ€nden wenig mit âklassischerâ (Digital-) Fotografie zu tun haben und ihrem Publikum einiges Wohlwollen abverlangen.
Veröffentlicht am 8. Mai 2008
Stichworte: BildqualitĂ€t • Bildsensor • Grundlagen • Megapixel







