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7 Tipps zum Kamerakauf

Im letzten Artikel habe ich die Frage “Wann ist die beste Zeit eine Digitalkamera zu kaufen?” beantwortet. Diesmal geht es darum, worauf man beim Kamerakauf achten sollte.

Ich werde in diesem Artikel nicht alle technischen Features und Einzelheiten beschreiben. Auch werde ich keine speziellen Kameras empfehlen; eine Digitalkamera sollte noch immer individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse des Fotografierenden ausgelegt sein.

1. Finde heraus was du wirklich brauchst

Leider lassen sich viel zu viele Kamerakäufer von Features wie Megapixel oder dem Digitalzoomfaktor beeindrucken und sind im Nachhinein unzufrieden mit der Fotoqualität.

Über folgende Punkte solltest du dir Gedanken machen:

  • Wie wichtig sind dir Qualität und Neuwertigkeit der Digitalkamera?
  • Wie viel Geld willst du maximal ausgeben?
  • Wie handlich soll die Kamera sein und wie schwer?
  • Welche Art von Fotos willst du schießen? (Landschaftsaufnahmen, Sport, Portraits, Makro)
  • Unter welchen Umständen wirst du häufig Fotos knipsen? (Drinnen, Draußen, wenig Licht, viel Licht)
  • Wirst du die Automatikfunktionen nutzen oder vertraust du auf eigene Kenntnisse?
  • Ziehst du es vor, Bilder am Computer nachzubearbeiten?
  • Welche Extras sind dir wichtig? (großer Zoom, großes Display, Megapixel, Fähigkeit zu Nahaufnahmen)

Wenn du dir diese Fragen gestellt und hoffentlich beantwortet hast, kannst du dir bereits ein viel besseres Bild machen, nach welchen Kameras du suchen musst. Außerdem hilfst du dem Verkäufer im Fachgeschäft, wenn er dich berät.

2. Megapixel sind nicht alles

Egal wo man seine Digitalkamera kaufen will: Megapixel sind die Verkaufsargumente schlecht hin. Leider sagen Sie aber sonst nichts über die Qualität und Leistung der Geräte aus.

Möchtest du deine Fotos ausdrucken? Wenn ja, wie groß sollen die Abzüge werden? Für die Standartformate 9×13 und 10×15 Zentimeter reicht alles ab 5Megapixel locker aus um eine sehr gute Druckqualität zu erreichen.

Für größere Drucke (ab 20×30 aufwärts) sollten es dann schon etwas mehr Megapixel sein. Mehr als 9 Megapixel sind jedoch (zurzeit) etwas übertrieben für den Normalgebrauch. Schau lieber auf die Qualität der Fotos in Bezug auf Farbwirkung.

3. Zubehör

Jedes Kameramodell zieht Kosten nach sich. Überleg dir vorher, welches Zubehör deinen Neukauf sinnvoll ergänzt. Oder aber: Lege dir vor dem Neukauf alles zurecht, was du bereits besitzt. Also nicht nur Objektive, sondern auch Speicherkarten, Akkus (plus Ladegerät) und Handbücher.

4. Spiegelreflex oder Kompaktkamera?

Digitale Spiegelreflexkameras werden immer günstiger, sind aber dennoch nicht zwangsweise die bessere Wahl. Denk daran, dass diese Geräte meistens größer und schwerer sind. Außerdem ist die Reinigung aufwendig, sobald man häufig Objektive wechselt. Auch sind Spiegelreflexkameras zumeist nicht schnappschusstauglich. Und dank des Spiegelreflexes lauter als Kompaktgeräte.

Natürlich haben auch Kompaktkameras Ihre Nachteile. Beispielsweise reichen Sie bei Makroaufnahmen und der Tiefenschärfe nicht an ‚professionelle‘ Fotoapparate heran. Doch dafür sind sie ziemlich billig, handlich und unauffällig.

5. Der optische Zoom

Digitaler Zoom wird nicht durch die Linsen, sondern durch künstliches Aufpumpen erzeugt. Dadurch werden die einzelnen Pixel vergrößert was zu einem schwammigen und rauschenden Foto führen kann. – Lange Rede, kurzer Sinn: Am besten achtest du ab jetzt nur noch auf die Angabe des optischen Zooms.

Was nun aber nicht heißt, dass ein hoher Zoomfaktor von Vorteil ist. Je stärker gezoomt wird, desto eher verwackelt das Bild bei Aufnahmen ohne Stativ. Und umso mehr gezoomt werden kann, desto mehr Licht benötigt die Kamera für ordentliche Fotos.

6. Lies Bewertungen

Du wirst schnell herausfinden, dass neue Modelle nicht immer empfehlenswerter sind als ihre Vorgänger. Auch solltest du dir im Klaren darüber sein, dass du dich an ein dir bisher unbekannten Modells erst gewöhnen musst.

Manche Kameras sehen toll aus, liegen aber schlecht in der Hand. Es ist ratsam, eine ausführliche Onlinerecherche zu starten. In Diskussionsforen und bei den Kundenmeinungen in Onlineshops kannst du viele Erfahrungen anderer Käufer lesen und gegen die Werbeversprechen abwägen.

7. Triff eine Entscheidung

Wenn du alle Tipps befolgt hast, solltest du jetzt nur noch eine Hand voll Digitalkameras zur Auswahl haben. Schau dir deine Favoriten auch mal im Laden an. Nimm Sie in die Hand um einen besseren Eindruck zu gewinnen.

Hast du dich dann auf ein bestimmtes Modell festgelegt geht es auf Preisjagd. Benutze Preissuchmaschinen, um zu sehen, wo die Kamera am billigsten ist. Noch günstiger kommst du, wenn es zufällig einen passenden Gutschein für den Shop deiner Wahl gibt. Oder wenn du jemanden kennst, der dir das Gerät beim Großhändler besorgen kann.

Achte auch auf Produktbundles: Manchmal bekommst du zur Kamera noch günstig Speicherkarten und anderes Zubehör. Und zu guter Letzt kannst du auch Cash-Back-Aktionen der Hersteller nutzen. Wenn denn zufällig gerade eine läuft.

Willst du mehr wissen?

Dann ließ unseren ausführlicheren Artikel über Megapixel.

Veröffentlicht am 30. April 2008 Stichworte:

8 Kommentare

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  1. Oliver

    Zu 4.: Warum sollte eine SLR nicht schnappschusstauglich sein? Ich finde diese sogar noch besser geeignet durch den optischen Sucher und meist besseren Autofokus als bei einer Kompakten.
    Und ich würde es technisch korrekt Schärfentiefe nennen ;)

    Antworten
  2. Christian Schulze

    @Oliver: Sicher ist eine Spiegelreflexkamera auch schnappschusstauglich, aber eben nicht so sehr dafür geeignet. Wenn man nicht gerade im “Knipsmodus” durch die Gegend läuft, ist die SLR bei mir in der Kameratasche verstaut und/oder im Rucksack. Bis ich die rausgekramt habe, ist der Schnappschuss futsch. Eine Kompaktkamera kann ich dagegen in der Hosentasche bei mir führen und jederzeit zücken.

    Antworten

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