Auswirkungen der Belichtungswerte überprüfen
… kannst du mit deiner Digitalkamera gleich auf mehrere Arten: mit Hilfe des eingebauten Belichtungsmessers, dem Blick auf’s Histogramm und dank des sogenannten Zebra-Modus.
Der interne Belichtungsmesser
… einer Canon EOS 350D wird dir in dieser Form angezeigt:
-2 . . 1 . . ▼ . . 1 . . +2
Die Zahlen und Punkte sind jeweils 1/3 Blendenstufen voneinander entfernt; der Pfeil symbolisiert den Mittelwert.
Unter dieser Koordinatenachse wird, sobald du den Auslöser halb durchdrückst, ein schwarzes Klötzchen zu blinken anfangen, welches den derzeitigen Grad der Belichtung symbolisiert. Jede Veränderung an Blenden- und ISO-Wert sowie der Belichtungszeit beeinflusst seine Position und letztendlich das Ergebnis.

Verlass dich nicht allein auf diese Belichtungsanzeige, denn sie ist recht grob. Wenn es gar nicht anders geht, solltest du lieber leicht unterbelichten, statt zu riskieren, dass die für dich wichtigen hellen Details ausbrennen, weil die Kamera das gesamte Bild ‘richtig’ belichten will.
Das Histogramm
Manche Digitalkameramodelle können ein Live-Histogramm anzeigen. Meine EOS ist dazu nicht in der Lage. Bei ihr muss ich erst fotografieren und kann anschließend nachschauen, ob alles geklappt hat.
Denn es gilt, die Welle so weit rechts wie’s nur geht hin zum rechten Bildrand bewegt zu haben, ohne direkt dort anstoßen. Wenn dies geschieht, gehen Bildinformationen durch Überbelichtung verloren. Wenn hingegen die Welle bereits in der linken Diagrammhälfte verebbt, sammelt der Kamerachip nicht so viele Lichtteilchen, wie er könnte.
Das Ganze sieht im Grafikprogramm UFRaw und ähnlich auch auf manchem Digitalkameradisplay etwa so aus:

Jeder Sprung nach rechts entspricht einer halben Blendenstufe; die farbigen Zahlen sind Werte der drei Farbkanäle Rot, Grün und Blau.
Die Überbelichtungswarnung
… ist meine bevorzugte Prüfmethode. Überbelichtungswarnung heisst sie zumindest dem EOS-Handbuch nach; in CHDK-Kreisen wird sie Zebra-Modus genannt, was mir persönlich besser gefällt. Nun ja, jedenfalls veranschaulicht sie/er, warum das Histogramm an seine Grenzen stößt. Und zwar durch die blinkende Hervorhebung der fraglichen Bildteile:

Der Vollständigkeit halber erwähne ich nun noch diejenige Prüfmethode, die wohl die meisten BesitzerInnen einer Digitalkamera bereits nutzen, nämlich den:
Blick aufs Display statt durch den Sucher
Denn solange nicht gerade die Sonne das Bildschirm(chen) am Kamerarücken überstrahlt, genügt vielen Menschen bereits solch ein Blick, um abschätzen zu können, ob das Foto ordentlich belichtet sein wird.
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