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Richtig Fotografieren – 11 Tipps für Beginner

Foto von bogenfreund

Anfänger der digitalen Fotografie fragen oft: “Wie fotografiert man richtig?” Diese Frage ist nicht ohne viel Worte zu beantworten. Du findest hier eine Sammlung von Tipps und Tricks, die den Einstieg so leicht wie möglich machen.

Auf das Kaufen einer Digitalkamera bin ich ja erst kürzlich eingegangen, doch was wenn man mit dem neuen Gerät erstmal nicht viel anfangen kann?

In diesem Artikel gebe ich Tipps zur Vorbereitung und für die Aufnahmesituation. Am Ende steht den ersten beeindruckenden Fotos hoffentlich nichts mehr im Weg.

Setup – Was muss ich einstellen?

  • Uhrzeit und Datum; Wichtig, bei der ersten Inbetriebnahme solltest du Datum und Uhrzeit + eventuell Zeitzone eingeben. Vergiss auch nicht auf Winter- und Sommerzeit umzustellen sonst sind die Fotos später mit falschen Aufnahmedaten versehen.
  • Bildgröße; Da du nicht weist was du später mal mit deinen Fotos machen möchtest, solltest du Sie von Beginn an mit der bestmöglichen Qualität aufnehmen. In diesem Fall stellst du die Anzahl der Megapixel auf das mögliche Maximum ein. So kannst du später die Bilder vielfältiger verwenden (zum Beispiel als Poster) oder auch nur bestimmte Bildausschnitte nutzen.
  • Bildkompression, JPEG, RAW; Auch die Kompression sollte aus oben genannten Gründen so Verlustfrei wie möglich eingestellt werden. Dadurch benötigen die Fotos mehr Speicher aber du kannst ebenso mehr mit den Resultaten anfangen. Stell dir nur vor wie schlimm es währe wenn du den perfekten Schnappschuss als Poster druckst und feststellst, dass alles nur schwammig aussieht und dich die “Klötzchen” anlachen.
  • ISO Empfindlichkeit; Als Anfänger solltest du die ISO-Einstellungen zunächst dem Automatik-Modus überlassen. Bei zu hohen Werten wird das Foto schnell vom Rauschen befallen und wirkt unruhig. Nutzen und Nachteile hoher ISO-Werte wurden hier ja bereits besprochen.
  • Ungewöhnliche Perspektive

    Foto von Fábio Pinheiro

Aufnahme – Erst lesen, dann knipsen

  • Ließ die Bedienungsanleitung! Auch wenn es schwer fällt, sich dem trockenen Stoff anzunehmen, ein Blick ins Handbuch erspart einigen Ärger. Wichtig vor allem die Menüführung. Wie schalte ich in einen bestimmten Aufnahmemodus? Wie kann ich die Grundeinstellungen vornehmen? Die Antwort auf diese und andere Fragen lassen sich so leicht beantworten und sind beim Fotografieren viel wert.
  • Fotografiere im Querformat; Für die menschliche Wahrnehmung ist das Querformat am besten geeignet, mit einem Blick von links nach recht können wir die Bildsituation am besten erfassen. Außerdem präsentierst du deine Fotos sicher auch am Computer, Fernseher oder mit anderen technischen Geräten bei denen das Bildformat auch in die Breite geht. Hochformatfotos stören und transportieren nicht die gleiche harminische Wirkung.
  • Digitalzoom ist böse; Bitte benutze ausschließlich den optischen Zoom deiner Kamera. Alles was darüber hinausgeht ist der so genannte digitale Zoom. Dieser wird nicht mit dem Objektiv realisiert, vielmehr wird das Bild künstlich aufgeblasen und dadurch unscharf und unbrauchbar.
  • Stativ für lange Belichtung; Wenn du Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen (Beispiel sind abendliche Feiern) knipsen möchtest, benutzt du sicher den Blitz. Doch damit verliert das Foto die Stimmung. Am besten benutzt du ein Ministativ, mit diesem kannst du auf den Blitz verzichten und mit längeren Verschlusszeiten fotografieren.
  • Verwackelte Bilder? Auch bei verwackelten Bildern hilft entweder der Blitz (wenn sich das Motiv bewegt) oder ein Ministativ (bei ruhigen Objekten). Mit ein bisschen Übung wirst du grobe Verwackler vermeiden.
  • Eine Frage der Perspektive; Gerade als Fotoanfänger solltest du viel mit Perspektiven experimentieren. Leg dich flach auf den Boden und versuch aus der Froschperspektive zu knipsen. Aus einem Fenster oder vom Balkon wird die Vogelperspektive nachgeahmt; aber Vorsicht, nicht raus fallen! Am Ende kommen sicher ungewöhnliche und tolle Fotos raus.
  • Ungewöhnliche Perspektive

    Foto von {dpade1337}

  • Was soll aufs Bild? Weniger ist mehr. Oft fängt man die Stimmung einer Situation besser ein, wenn man nur einzelne Elemente fotografiert. Bei einer Feier könnte das intensive Gespräch zweier Personen fotogener sein, als ein Bild auf dem man versucht alle Anwesenden gleichzeitig abzulichten.

Hast du noch mehr Anfänger-Tipps?

Ich weiß das ich mit diesem Beitrag nur an der Oberfläche geschürft habe. Es gibt sicher noch viel mehr Wissen, dass man angehenden Hobby-Fotografen mit auf den Weg geben kann. Also was kannst du einem Einsteiger raten? Oder welche Tipps haben dir geholfen als du das erste mal deine Kamera in der Hand hattest?

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Veröffentlicht am 3. September 2008 Stichworte:
  • Katharina

    Wenn man Insekten z.B Marienkäfer, schwebefliegen usw. fotografieren möchte, bietet es sich an, auf Makro zu stellen. Denn so werden die kleinen Lebewesen scharf gestellt und meist der Hintergrund etwas unscharf

  • bernd

    ich sag in einfache Worten befor man anfängt zu fotografiere sollte man als ertes seine Kamera etwas genauer kennenlerne.
    Da die Gebrauchsanweisung sehr kurz ist und in den meisten Fällen sehr umständlich beschrieben ist,wäre es gut ein Kamerabuch zu kaufen ( für jede Kamera bzw.Kameratyp gibt es ein Buch ) da wird meistens alles sehr ausfürlicher beschrieben und es gibt auch eige Bilder wo man den unterschied zwischen richtig und falsch.

    • normannsteiner

      Bernd Bernd….. mehr ist nicht zu sagen !

  • http://www.martinmorris.de Martin Morris

    Fotografiere viel! Dein Auge lernt ganz schnell wie ein Bildausschnitt interessant wird.
    Befasse dich mit Zeit und Blende, dann erst erkennst du, warum man z.B.beim fotografieren einer Gruppe auf “Landschaft” schalten sollte.
    Fotografiere ein Feuerwerk.Stativ ist Vorraussetzung.
    Zeit:2-4s Blende 8 und Selbstauslöser aktivieren,fertig!
    Oh, es gibt sooooo viel…

    LG.Martin

  • Steffi

    Hey
    Bin anfänger, aber begeistert von meiner sony a390…. Es macht so spass…
    Richtig ist je mehr man knipst um so besser weiss man wie ein motiv interessant und schön wirkt auf dem bild…. Lg

  • http://www.superdeals.at/richtig-fotografieren-lernen-mit-kostenlosen-ebook-ratgeber-2 Adnan

    Ja das Fotografieren kann manchmal sehr kompliziert sein vor allem, wenn es um Nachtaufnahmen geht. Ich hatte probiert und studiert, bis ich denn richtige Knipser hatte. Jetzt macht mir das Fotografieren umso mehr spaß, da ich jetzt weiß, was ich einstellen muss und wie es funktioniert.

  • http://www.greensaturn.com/ kurt

    Für manche Bilder sollte man nach dem Prinzip des “goldenen Schnittes” fotografieren. Dafür wird das Display der Kamera sowohl horizontal als auch vertikal (im Kopf) gedrittelt*. So entsteht in der Mitte des Displays ein (gedachtes) Rechteck. Nun sollte man darauf achten, dass der (Eurer Meinung nach) wichtigste Blickfang des Bildes an einem der vier Eckpunkte dieses gedachten Rechtecks liegt. BITTE achtet auch darauf, dass auf dem Bild keine anderen ungewollten Blickfänger entstehen, z.B. eine rote Ampel, die durch ihre Farbe heraussticht, dies würde das Feeling zerstören.

    *Manche Kameras unterstützen eine “Rasterfunktion”, die auf dem Display ein solches Gitter erzeugt, so erspart Ihr euch das Dritteln in Gedanken.

  • http://your-foto.de/ micha

    am besten auch verschiedene Effekte, Filter und Linsen bzw. Objektive testen und kennenlernen. Das hat mir damals am meisten Spass gemacht.

    Gruß Micha

  • http://www.fotografierenleichtgemacht.de Marion

    Als Anfänger sollte man so viel wie möglich fotografieren und ausprobieren – und natürlich sich ganz viele Tipps holen, sei es im Internet oder in Büchern. Aber man kann so viel lesen wie man will, am meisten lernt man in der Praxis. Also sollte man sich immer, wenn man unterwegs ist, ein Motiv suchen und knipsen, knipsen, knipsen…
    Hier gilt wie so oft: Übung macht den Meister -learning by doing!

  • Wolf

    Auch mal “doofe” Bilder machen. Motive die zuerst uninteressant scheinen, ungewöhnliche Bildausschnitte, nicht perfekte Lichtverhältnisse.
    Das Ergebnis könnte interessanter sein als das 100. Foto von etwas, was jeder für ein schickes Motiv hält.
    Und wenn nicht… na dann löscht mans eben wieder. Kein Drama.