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Scharfe Kontraste bei Infrarot-Fotografie

Wer des Öfteren auf seine Infrarot-Funktion beim Fotografieren zurückgreift, dem mag das Problem bekannt vorkommen: Die Schärfe ist bei Weitem nicht ebenso gewährleistet wie beim Bilder-Schießen ohne diese sonst so hochwertige Technik;

Und dies unabhängig davon, ob die Einstellungen an der Digitalkamera manuell erfolgen oder die installierte Automatik in Anspruch genommen wird.

Problemstellung

Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass Objektive (Beispiel: Objektive für Canon EOS Kameras) grundsätzlich für den Spektralbereich des sichtbaren Lichtes entwickelt werden und Infrarot daher hier im wahrsten Sinne des Wortes das Nachsehen hat.

Lösungsansätze

Zunächst: Es ist leider nicht möglich, seine Kamera so einzustellen, dass sie zukünftig ohne weitere Vornahmen jedes Mal von selbst die Unschärfe korrigiert – bei jedem einzelnen Bild aufs Neue muss der Fotograf die Punktmarkierung der Festbrennweite auf die erforderliche Unendlich-Einstellung für infrarotes Licht anpassen. Doch damit ist die Schärfe grundsätzlich auch garantiert.

Allerdings: Ganz so einfach gestaltet es sich immer noch nicht, denn abhängig ist diese Prozedur auch von der Art des genutzten Objektivs. So verfügen Zoomobjektive in der Regel nicht über eine Punktmarkierung und ermöglichen somit nur im Idealfall aufgrund ihrer Brennweite optimale Kontraste.

Bei apochromatischen Objektiven hingegen erweist sich die Schärfe als ganz und gar unabhängig vom sichtbaren Spektralbereich und somit der Wellenlänge des Lichts – die perfekte Wahl für Infrarot-Aufnahmen! Einziges Manko: Die meisten Apochromaten sind nicht als solche gekennzeichnet. Am Besten also die Kamera zu Testzwecken leihen, bevor Hunderte von Euros über die Ladentheke wandern.

Fazit

An welcher Kamera auch immer Ihr Herz hängt – Sie werden einen Weg finden, auch bei Infrarot-Aufnahmen zur gewünschten Scharfeinstellung zu gelangen. Doch nehmen Sie sich die Zeit und schießen Sie Bilder unter den verschiedensten Lichteinflüssen – und ärgern Sie sich nicht, wenn anfangs das Foto nicht Ihrem Anspruch gerecht wird. Im Endeffekt wird sich die Mühe gelohnt haben, und Sie werden jahrein, jahraus Freude an Infrarotaufnahmen haben!

Veröffentlicht am 8. September 2010 Stichworte:

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