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Notebook für digitale Fotobearbeitung gesucht

Für Digitalfotografen ergeben sich ganz besondere Anforderungen wenn es um den Kauf eines Notebooks geht. Worauf du achten musst und welche Komponenten eher unwichtig sind, erfährst du in diesem Beitrag.

Was muss ein Notebook für die Bildbearbeitung können?

Je nachdem wie professionell man sich mit dem Thema Fotobearbeitung beschäftigt, werden bestimmte Eigenschaften und Features eines Notebooks wichtig.

Folgende Wünsche sollen möglichst erfüllt werden:

  • Schnelligkeit: Bilder sollen schnell geladen und verarbeitet werden können
  • Speicherplatz: wer viel Fotografiert sammelt mit der Zeit auch viele Daten an, wer sich von schlechten Fotos nicht trennen kann, noch mehr
  • Farbechtheit: ein kritischer Punkt für berufliche Fotografen. Hobbypixelschubser können hier Kompromisse eingehen

Das war’s auch schon mit den besonderen Anforderungen. Features wie Gewicht, 3D-Leistung, Sound, Anschlüsse und Optik habe ich bewusst außen vor gelassen.

Schnell soll er sein

Für die Arbeitsgeschwindigkeit ist immer die Kombination aus Prozessor, Mainboard, Arbeitsspeicher und Festplatte verantwortlich. Wenn eine dieser Komponenten langsam ist, bremst sie das ganze System aus.

Ein ordentlicher Intel Core 2 Duo Prozessor ab 2 GHz sollte es schon sein. Beim Arbeitsspeicher sind 2GB die Vorraussetzung für schnelle Verarbeitung. Auf das Mainboard hat man keinen Einfluss aber in der Regel stammen diese ebenfalls wie der Prozessor von Intel. Notebookfestplatten haben unterschiedliche Umdrehungsgeschwindigkeiten 5400 U/min ist ok, 7200 U/min dagegen genial.

Viele Fotos soll er speichern können

Mit der Zeit sammeln sich viele Gigabyte an Fotodaten an, wer Probleme hat beim Fotos löschen, kennt das sicher. Aber auch wer viel Serienaufnahmen macht oder hauptsächlich im RAW-Modus fotografiert, häuft mit einer irren Geschwindigkeit Datenberge auf. Die eingebaute Notebookfestplatte sollte dementsprechend groß und schnell sein.

Natürlich kann man den Speicherplatz jederzeit mit einer externen Festplatte erweitern, die Übertragung mit USB ist allerdings viel langsamer.

Die Farben sollen natürlich sein

Die Farbtreue ist der kniffligste Punkt wenn du dir ein Notebook zur Fotobearbeitung aussuchst. Die Qualität und Präzision des Bildschirms ist hier natürlich ausschlaggebend. Aus persönlicher Erfahrung würde ich ein so genanntes glänzendes Display empfehlen. Auf matten LCD-Displays kommen Farben einfach nicht intensiv genug rüber.

Ich habe ein bisschen im Internet recherchiert und bin auf mehrere Display-Empfehlungen für Farbechtheit und -Treue gestoßen: IPS-Flexview Display in einigen IBM Notebooks, Sony X-Black LCD Displays (aber Vorsicht nicht alle sind gut!) und das Display vom Apple MacBook Pro soll hervorragend sein.

PS: Die Grafikkarte spielt für die Farbtreue kaum eine Rolle. Wenn du nicht gerade in deiner Freizeit Spiele zocken möchtest, kannst du die Grafikkarte völlig außer acht lassen. Eventuell ist aber noch wichtig welche externen Bildschirmanschlüsse es gibt (sollte digital sein, ein analoger VGA-Ausgang ist ungenügend).

Wie schneidet das Testnotebook Fujitsu Amilo Pi 3660 ab?

Wie ich schon in meinem Notebook Vergleich geschrieben habe, schneidet der Amilo sehr gut in Puncto Geschwindigkeit ab. Für Bildbearbeitung, auch von sehr großen Dateien, ist er bestens geeignet. Die 2,2 GHz CPU zusammen mit den 4GB Arbeitsspeicher bilden ein flottes Team.

Der Speicher ist ebenfalls mehr als zufriedenstellend. Satte 500 Gigabyte fasst die eingebaute Festplatte. Natürlich sind immer einige GB vom Betriebssystem und den Programmen belegt, aber der restliche freie Speicher sollte für viele tausende Fotos ausreichen.

Was die Farbtreue betrifft kann ich natürlich nur meine Subjektive Sicht schildern, ein Farbmessgerät für LCD-Displays habe ich leider nicht. Das Fujitsu Amilo hat ein glänzendes Display, was ich sehr begrüße, da die Farben brillant und strahlend wiedergegeben werden. Dafür sorgt die eingebaute BrilliantView Technologie. Der einzige Negativpunkt: Die Ausläuchtung stimmt nicht 100%ig: Schaut man bei einem komplett schwarzen Hintergrund gerade auf den Bildschirm, sieht man das das Schwarz unten etwas heller als oben ist. Dieser Effekt ist aber nur bei großen einfarbigen Flächen wahrzunehmen.

Fazit: Das Amilo Pi 3660 ist nahezu ideal für die Bildbearbeitung geeignet. Allerdings nur wenn man nicht viel unterwegs arbeiten muss, denn das Notebook versteht sich selber als Desktopersatz und ist zum Reisen etwas schwer (3,4 Kilogramm) und groß.

Veröffentlicht am 7. Januar 2010 Stichworte:

5 Kommentare

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  1. Hugo

    Danke für diesen Bericht über Bildbearbeitung am Amilo, ich finde diesen bericht am besten weil er sich technisch genau mit dem Thema befasst und keine fragen offen lässt

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  2. ElekTron

    Ich finde der Artikel hat gute Tips, auf der anderen Seite sind aber ein paar grobe Schnitzer.
    Gerade moderne Bildbearbeitungsprogramme setzen mitlerweile auch auf eine Graka, Adobe PS CS4 z.B. benutzt Open GL um den Prozessor zu entlasten, das ist auf alle Fälle sehr sinnvoll, da man dadurch mehr Ressoucen für das Bildrendering frei hat.
    Auch ein spiegelndes Display halte ich für ein absolutes No Go für gute Bildbearbeitung, leider gibt es heute sogut wie keine entspiegelten Displays mehr in Consumergeräten. Das Problem ist Umgebungslicht, automatisch dreht man die Helligkeit vom Display hoch und die Kontraste und Grauwerte stimmen nicht mehr. Außerdem geben viele spiegelnde Displays die Farben viel zuuuu knallig wieder. Man muss nur mit einem Ausdruck vergleichen um zu merken dass unsere Augen sich im Zeitalter der dig. Fotografie an viel zu gesättigten Farben angepasst haben. Übersättigte Bildbereiche enthalten aber genau wie überstrahlte keine Informationen mehr, es fehlen also Details. Das ist absolut kontraproduktiv.
    Externer Speicher muss außerdem nicht langsam sein, USB 2.0 ist veraltet, Firewire/eSata bringen Geschwindigkeiten mit die mit internen Lösungen auf alle Fälle gleich ziehen. Die wenigsten Notebooks haben heute nur USB-Anschlüsse.
    Ein weiterer Punkt der glaub ich oft vernachlässigt wird ist die Mobilität, auf Reisen Fotos aufs Notebook ziehen (Größe/Akkuleistung)…

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  3. Falk99

    Ich fand den Bericht über die Bildbearbeitung am besten, weil ich meinen Laptop hauptsächlich für die Fotobearbeitung nutze, dein Bericht sehr aussagekräftig ist und über die Bildbearbeitung in vielen anderen Blogs nicts geschrieben ist.

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  4. Thomas Gmeiner

    Kann ich nur beipflichten, das Book ist super!

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  1. Gewinnt ein Fujitsu AMILO Pi 3660 Notebook!

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