Großer Vergleich: Fujitsu Amilo Notebook VS. meine Hardware
Ein erneuter Ausflug in die Welt der Notebooks; dürfte für alle Digitalkamerabesitzer ein spannendes Thema sein. Nach dem es schon einige Vergleiche des Amilo Pi 3660 in anderen Blogs gab, möchte ich das Riesennotebook heute mit meinen anderen Geräten vergleichen.
Bevor ich auf die einzelnen Geräte eingehe, möchte ich kurz erklären warum es bei mir keinen PC mehr gibt. Ich mochte modulare PC-Systeme sehr. Meinen Rechner konnte ich stets zusammenstellen wie ich Ihn brauchte. Damals hab ich noch hobbymäßig Videoschnitt betrieben, es gab eigentlich immer Bedarf an mehr Festplattenspeicher und Rechenpower.
Mittlerweile konzentrieren sich meine Computertätigkeiten auf Webdesign, Webentwicklung und Bildbearbeitung. Die Leistung der meisten Mittelklasse-Laptops reichen mir für diesen Zweck schon seit mehreren Jahren aus. Ein PC kommt für mich seitdem nicht mehr in Frage, denn: PCs verbrauchen viel Platz, sind laut, begünstigen Kabelsalat und sind optisch in vielen Fällen hässlich. Außerdem gibt es Situationen wo ich wochenweise nicht von zu Hause aus arbeiten kann, einen PC könnte ich nicht einfach mit auf Reisen nehmen.
Mein Arbeitslaptop – Sony VGN-FZ21E mit HP Bildschirm
Arbeits-Setup: Sony Vaio Notebook und HP Display
Zum arbeiten, Fotos bearbeiten und spielen (wenn überhaupt mal) nutze ich meinen Sony Vaio Laptop. Hierbei handelt es sich nicht gerade um eine glückliche Wunsch-Ehe, aber die Geschichte wäre jetzt zu lang. Ich bin relativ zufrieden, finde aber das Gerät recht billig verbaut. Mein erster Vaio Laptop (VGN-A115B) war danoch deutlich robuster. Außerdem ist der Bildschirm schlecht ausgeleuchtet und bietet keine brillanten Farben. Bei einem einfarbigen Hintergrundbild sieht man deutlich einen Helligkeitsverlauf von oben nach unten, was sehr schlecht ist wenn man mit Fotos hantiert.
Deshalb habe ich stets einen 22 Zoll HP-Display (w2207h) am Notebook angeschlossen. Dieses gibt mir richtig viel Arbeitsfläche, brillante Farben und ein gleichmäßig ausgeleuchtetes Bild.
Leistung: Intel Centrino Duo 2,00 GHz, 2GB RAM, 160GB Festplatte, 15,4 WXGA Bildschirm
Gefühlte Leistung: Nicht sehr befriedigend, dass mitgelieferte Windows Vista bremst viele Arbeitsschritte deutlich aus.
Fazit: Ich komme mit dem Vaio aus, aber hoffentlich nicht mehr all zu lang. Mein drittes Notebook wird sicher kein Sony mehr, vergleichbare Leistung bekommt man bei anderen Herstellern günstiger. Wenn schon Markenaufpreis dann lieber für Apple Hardware.
Mein Schreibnetbook Asus EEEPC 1000Hgo
Mobil-Setup: Asus EEEPC 100H und Motivationsgetränk
Zu meinem Netbook bin ich im Frühjahr 2009 durch eine Rabattaktion bei Media Markt gekommen. Ich war mir über den Nutzen erst nicht sicher, es hat sich allerdings herausgestellt das der Kleine ideal zum Schreiben und Bloggen geeignet ist.
Wenn man sowieso schon den halben Tag am Schreibtisch sitzt, ist es angenehm sich zum Schreiben mit dem Netbook auf’s Sofa oder die Terrasse zu verziehen. Durch die kleine Arbeitsfläche (10 Zoll Bildschirm) kann man Webdesign und Fotobearbeitung allerdings vergessen.
Leistung: Intel Atom 1,6 GHz, 1GB RAM, 160GB Festplatte, 10 Zoll Bildschirm
Gefühlte Leistung: Für Internet-Recherchen, zum Schreiben und zum Bloggen ausreichend. Für alles Andere etwas lahm.
Fazit: Da ich das Gerät damals zum Angebotspreis bekommen habe, ein guter Fang. Es gibt mir die Freiheit spontan außer Haus zu arbeiten ohne mein Laptop/Monitor-Setup abzustöpseln.
Der Herausforderer: Fujitsu Amilo Pi 3660
Das Testgerät: Fujitsu Amilo Pi 3660
Jetzt komme ich zu unserem heiß begehrten Testkandidaten: Der Fujitsu Amilo.
Was mir als allererstes auffällt, ist natürlich der große 18,4 Zoll Bildschirm. Trotz das er ein bisschen kleiner als mein HP-Bildschirm (22 Zoll) ist, bietet er eine hohe Auflösung und damit ausreichend Arbeitsfläche. Die Farben werden brillant wiedergegeben: Für Fotobearbeitung oder einfach nur für eine Diashow ist er ideal geeignet. Ein extra Bildschirm wäre mit diesem Gerät also überflüssig.
Wie schon der Herr Pfleger bemängelte ist das Trouchpad ein bisschen langsam, ich konnte auch keine Einstellung finden, die das beheben würde. Eine externe Maus und vielleicht auch eine externe Tastatur würde ich zum Arbeiten anschließen um mit mehr Abstand vom Notebook sitzen zu können.
In den Kommentaren wurde ich oft nach der Wärmeentwicklung gefragt. Ich habe es extra nochmal getestet und den Streetfighter IV Benchmark zwei Stunden laufen lassen. In dieser Zeit habe ich es immer wieder auf den Schoß genommen und die Temperatur an verschiedenen Stellen nachgefühlt. Es ist erstaunlich: Nur am CPU-Luftauslass wird das Gerät deutlich warm, die Stelle unten links, wo ich die Festplatte vermute, wurde kaum merkbar warm. Ansonsten kein Hitzestau, auch nicht wenn man das Amilo auf dem Schoß hat. Hat man eine gemütliche Sitzposition (am besten mit Beinen nach oben) gefunden, kann man auch einen ganzen Film anschauen ohne heiße Schenkel zu bekommen.
Außerdem positiv aufgefallen: Der extra Ziffernblock ist nützlich, fehlt er doch bei den meisten Notebooks. Das Gehäuse wirkt robust und der silberne Bereich um die Tastatur ist richtig edel. Die externen Anschlüsse sind alle praktisch an der Seite oder Vorne (Audio) angebracht. Toll ist auch die Einrastfunktion, wenn man das Notebook zuklappt. Genau das fehlt bei meinem Sony Vaio und ist ein klarer Vorteil beim Transportieren. Die eingebaute Kamera liefert relative gute Bilder, wenn man mal eben einen Schnappschuss von sich benötigt.
Leistung: Intel Core2 Duo 2,2GHz, 4GB RAM, 500GB Festplatte, 18,4 Zoll Bildschirm (mehr technische Details des Amilo)
Gefühlte Leistung: Supergut! Ich hatte bis jetzt keine Probleme was die Schnelligkeit angeht. Zu dem scheint Windows 7 deutlich flotter als das träge Vista zu sein.
Fazit: Ganz klar ein idealer Desktopersatz, der Bildschirm ist riesig und gut zum Arbeiten, Fotos- und Filme betrachten geeignet. Die Leistung ist beeindruckend nur das etwas lahme Trackpad stört das gute Gefühl (vielleicht ja doch nur ein Einstellungsproblem?). Die Wärmeentwicklung ist vergleichsweise gering und Geräusche macht er auch nur wenn man Ihn an die Leistungsgrenzen bringt (Benchmark).
Vielleicht hast du ja meinen Notebook Benchmark Artikel noch nicht gelesen? Abonnier den digitalkamera-guide RSS-Feed oder folge uns auf Twitter und du verpasst keinen zukünftigen Artikel.
Veröffentlicht am 19. Dezember 2009








nadine
19. Dezember 2009oh, ach mensch, das klingt ja echt superprima. da ich selber nen amilo hab und recht zufrieden bin, wird der nachfolger sicher wieder ein. deshabl verfolge ich recht interessiert einige der blogs, auf deinem bin ich jetzt zugegebenermaßen erstmalig. find ich aber gut aufgebaut und sofort entsteht ein “ich will” gefühl…. hm. da ich viel mit fotos mache und auch gern mal dvds laufen lass, ist das sinnvoll und wichtig. zumal ich keinen tower mehr habe und will, de nke ich, ist das wohl doch ne echt gute alternative. ich hoffe halt, die halten lang, aber das könnt ihr in zwei monaten kaum feststellen, oder?
spaß. ich stöber mal weiter bei dir. schön gemacht, sehr nachvollziehbar, danke!
Geist81
21. Dezember 2009Dieser Beitrag war genau das was ich alles wissen wollte.
Danke dir.
Gruß
Holger
Heike
2. Januar 2010Auf den Bildern sieht das Amilo schon sehr klobig und gewaltig aus. Ist es wirklich so groß? Dann ist es doch auch eher unpraktisch, wenn ich es irgendwo hinschleppen muss. Ansonsten hört sich das Gerät schon interessant an, vor allem, wenn man es zum Filme anschauen oder spielen nutzen möchte.