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	<title>digitalkamera-guide &#187; Bildinformation</title>
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	<description>Digital fotografieren wie ein Profi. Tipps, Inspiration und Anleitungen.</description>
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		<title>Rund ums Fotografieren</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 00:05:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pierre Vlček</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografieren]]></category>
		<category><![CDATA[Aufnahme]]></category>
		<category><![CDATA[Bildinformation]]></category>
		<category><![CDATA[Motivwahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwar rate ich dazu, überallhin eine Digitalkamera und ein wenig Zubehör mitzunehmen. Aber gleichzeitig bin ich der Meinung, dass es kein Ärgernis ist, wenn dieser Kram dann doch nicht zum Einsatz kommt oder gar die Aufnahmen misslingen. Denn was nützt mir die Kamera tatsächlich, wenn sie doch kaum all die Sehenswürdigkeiten und Eindrücke genau so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwar rate ich dazu, überallhin eine Digitalkamera und ein wenig Zubehör mitzunehmen. Aber gleichzeitig bin ich der Meinung, dass es kein Ärgernis ist, wenn dieser Kram dann doch nicht zum Einsatz kommt oder gar die Aufnahmen misslingen.<br />
<span id="more-530"></span></p>
<p>Denn was nützt mir die Kamera tatsächlich, wenn sie doch kaum all die Sehenswürdigkeiten und Eindrücke genau so aufzeichnet, wie ich selbst sie mit allen Sinnen wahrnehme. Sie speichert nur Bildinformationen und ist manchmal nicht einmal dazu wirklich in der Lage.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/henteaser/3461293694/"><img src="http://www.digitalkamera-guide.de/bilder/bildmaterial/eindrucksvoll_fernsehturmDD.jpg" alt="Dresdner Fernsehturm und dazugeh&ouml;riger Elbhang bei Nacht" /></a></p>
<p>Ein Beispiel: Während ich auf das Ende der nächtlichen Aufnahmereihe wartete, blinkte die rote Fernsehturm-Befeuerung. Es wehte kühler Wind und es huschten mindestens drei Sternschnuppen über den relativ sternklaren Nachthimmel. Ganz abgesehen davon fuhr ich vor und nach dieser Aufnahme mit Straßenbahn und Fahrrad quer durch Dresden und kam müde zuhause an.</p>
<p>Was ist von dieser Nacht geblieben? Ein Digitalfoto und ein dürftiger Reisebericht, vor allem aber meine Erinnerungen an die entspannte Radeltour. (Und daran, dass ich vor der nächsten Ausfahrt das Rücklicht reparieren muss.)</p>
<p>Ein anderes Mal hätte es die PassantInnen vielleicht reichlich blöd oder verdächtig gewirkt, dass ich mich für die alten Betonplatten des Fußwegs interessiere, wenn ich keine Kamera umhängen gehabt hätte.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/henteaser/3426770393/"><img src="http://www.digitalkamera-guide.de/bilder/bildmaterial/eindrucksvoll_gehwegplatteDD.jpg" alt="Eine Gehwegplatten-Raute" /></a></p>
<p>Das Spannendste an diesem Zeitvertreib ist wohl die Frage, ob ich mir den fotogenen Gehsteig auch ohne meine Alibi-DSLR so genau angeschaut hätte. &ndash; Was war wohl zuerst da: Fotoapparat oder Fotomotiv?</p>
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		<title>Fotografie und Publikum</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 13:14:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pierre Vlček</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografieren]]></category>
		<category><![CDATA[Bildinformation]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Interpretation]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; beeinflussen einander auf vielerlei Arten. Bild und (Seh-)Gewohnheiten Der schwammigste Merksatz überhaupt: Schönheit und Hässlichkeit liegen im Auge der BetrachterInnen. Erziehung, Bildungsstand, Neugier, soziales Umfeld und Normen des Publikums (und auch die aktuelle Gesetzeslage) spielen wichtige Rollen bei der Herausbildung &#8216;eigener&#8217; Vorlieben und Abneigungen. Bild und Zeit Fotografien sind Momentaufnahmen aus früheren Zeiten. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&hellip; beeinflussen einander auf vielerlei Arten.<br />
<span id="more-495"></span></p>
<h2>Bild und (Seh-)Gewohnheiten</h2>
<p>Der schwammigste Merksatz überhaupt: <a href="http://www.digitalkamera-guide.de/fotografieren/vier-gute-gruende-haessliche-dinge-zu-fotografieren">Schönheit und Hässlichkeit liegen im Auge der BetrachterInnen.</a> Erziehung, Bildungsstand, Neugier, soziales Umfeld und Normen des Publikums (und auch die aktuelle Gesetzeslage) spielen wichtige Rollen bei der Herausbildung &#8216;eigener&#8217; Vorlieben und Abneigungen.</p>
<h2>Bild und Zeit</h2>
<p>Fotografien sind Momentaufnahmen aus früheren Zeiten. Die abgebildeten Dinge und Personen sind inzwischen gealtert oder vergangen. Und je mehr Unterschiede zwischen abgebildeter Vergangenheit und betrachtender Gegenwart erkennbar sind, desto mehr <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Children.jpg">Bilddetails</a> finden Beachtung.</p>
<h2>Bild, Ort und Anlass</h2>
<p>Ich wette, ein im nepalesischen Bergdorf gehaltener Diavortrag über Dresden und Umgebung lockt prozentual gesehen mehr Publikum an als einer in Dresden über das Himalaya-Gebirge.</p>
<p>Was aber, wenn das Dresdner Publikum nur Großaufnahmen von nepalesischen Speisen vorgeführt bekommt, nachdem es zehn Euro Eintritt bezahlt hat und eigentlich Panoramen erwartet hatte? Wäre das lustig oder eine Frechheit?</p>
<p>Also: Wenn Fotos nicht der Erwartungshaltung ihres Publikums entsprechen, sind sie manchmal Kunst, manchmal <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abu-Ghuraib-Folterskandal">Augenöffner</a> und manchmal einfach nur fehl am Platz.</p>
<h2>Bild und (fehlender) Kontext</h2>
<p>Das Hineinlesen und Umdeuten von Bildinformationen ist für Menschen die leichteste Übung. Die Zeitschriftenregale weltweit quellen über vor &ndash; und sind verantwortlich für &ndash; Klatsch, Tratsch und Halbwahrheiten. Deren Grundlage: Schnappschüsse von Promis beim Einkauf.</p>
<p>Die menschliche Vorstellungskraft macht auch jene Bilder erst möglich (und nötig?), die von ihren FotografInnen von vornherein auf möglichst allseitige Verwendbarkeit hin inszeniert sind; die sogenannten <a href="http://www.webdesignerdepot.com/2009/01/how-to-sell-stock-photos-part-1/">Stockfotografien</a>.</p>
<p>Stockfoto-Agenturen liefern den Verlagshäusern der Welt Aufnahmen von händeschüttelnden Menschen, lächelnden Schwangeren und ähnlichen Motiven, die je nach dem dazugehörigem Thema anders verstanden werden.</p>
<h2>Bild und Wahrheit</h2>
<p>Das Verschweigen von unbequemen Wahrheiten ist eine altbekannte und sehr beliebte <a href="http://www.textlog.de/35466.html">Propagandatechnik</a>. Deshalb gibt es wohl keine Brauerei der Welt, die einen prügelnden Ehemann zum Maskottchen hat, aber jede Menge Reklame, die die stimmungshebende Wirkung von Biermarke X betont.</p>
<p>Nicht selten dienen beigefügte Texte auch <em>nur scheinbar</em> dazu, mögliche Fehlinterpretationen auszuschließen, obwohl sie gedruckte Lügen sind. So etwa gibt es folgendes lustig gemeinte Postkartenmotiv wohl mit jedem Städtenamen zu kaufen:</p>
<p><img src="http://www.digitalkamera-guide.de/bilder/bildmaterial/unterschied-dresdenbeinacht.png" alt="Dresden bei Nacht" /></p>
<p>Die &#8216;erklärende&#8217; Textzeile verwandelt das schwarz bedruckte Stück Pappe in eine Parodie auf die übliche Postkartenansicht der nächtlichen Stadt. (Laut Otto Waalkes ist die ostfriesische Nationalflagge übrigens ein weißer Adler auf weißem Grund.)</p>
<h2>Bild und (gelenkte) Neugierde</h2>
<p>Die <em>&quot;Mona Lisa&quot;</em> ist nur ein Portrait unter Zehntausenden, lockt aber dennoch jährlich Schaulustige nach Paris, weil Menschen sich im Zweifelsfall lieber auf Kunstkritiker und Hörensagen verlassen.</p>
<p>Je seltener das Motiv, desto egaler die Bildqualität. Fotos von prominentem Nachwuchs beispielsweise werden abgedruckt, obwohl auf ihnen dank der gesetzlich vorgeschriebenen Unkenntlichmachung nichts von Relevanz zu erkennen ist.</p>
<h2><em>Zusammenfassung</em></h2>
<p>Die Fotografen und Fotografinnen der Welt werden all diese Wechselwirkungen niemals völlig beeinflussen (oder auch nur bedenken) können, bevor sie die Auslöser durchdrücken und Fotografien veröffentlichen.</p>
<p>Auch werden sie selten wiedersprechen können, wenn jemand ihren Bildern neue Aussagen zuschreibt. Oder es stets mitbekommen, wenn man Zusammenhänge und rote Fäden in ihrem Gesamtwerk entdeckt, die den Künstlern selbst ein Leben lang nicht aufgefallen sind.</p>
<p>Aber das ist egal! Denn jeder Mensch, der mit einer Kamera durchs Leben und auf Motivsuche geht, ist sowieso ein Teil des Publikums. Und Teil der Handlung. Ohne Bilder und andere wiedersprüchliche Zeitzeugnisse gäbe es keinen Fortschritt.</p>
<h2><em>Anhang &ndash; Weiterführende Literatur und Praxisbeispiele</em></h2>
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<ul>
<li>Daniel Arijon (1976): <em><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/187950507X/itseguide6-21">&quot;Grammar of the Film Language&quot;</a></em></li>
<li>Ernst Friedrich (1924): <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3421058407/itseguide6-21" rel="nofollow">&quot;Krieg dem Kriege&quot;</a></li>
<li>H. P. Lovecraft (1927): &quot;Pickmans Modell&quot; | <em><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0586063234/itseguide6-21" rel="nofollow">&quot;Pickman&#8217;s Model&quot;</a></em></li>
<li>Scott McCloud (1993): <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3551748179/itseguide6-21" rel="nofollow">&quot;Comics richtig lesen&quot;</a> | <em><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/006097625X/itseguide6-21" rel="nofollow">&quot;Understanding Comics&quot;</a></em></li>
<li>Gerd Prokop (1978): <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B001HB96QK/itseguide6-21" rel="nofollow">&quot;Die Sprache der Fotografie. Ein Foto-Lese-Buch&quot;</a></li>
<li>Hanno Rauterberg (2007): <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3100628101/itseguide6-21" rel="nofollow">&quot;Und das ist Kunst?! &#8211; Eine Qualitätsprüfung&quot;</a></li>
<li>Günther Schwarzberg (1991): <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3596103029/itseguide6-21" rel="nofollow">&quot;Das Ghetto. Spaziergang in die Hölle&quot;</a></li>
</ul>
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