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HD-SDI Kameratechnik im Überblick

Kameratechnik entwickelt sich derzeit nicht nur im Freizeit- und Unterhaltungsbereich rasant weiter. Auch in der Überwachungstechnik steigt die Qualität von Digitalkameras und dazu passender Technologie stetig.

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Photo Credit: daniel.stark via Compfight cc

Das aktuelle Nonplusultra in der Videoüberwachung sind HD-Kameras. Sie liefern gestochen scharfe Bilder und ermöglichen Damit das Erkennen von kleinen, aber wichtigen, Details.

Vorteile von HD-Überwachungskameras:

  • Gesichter können genauer erfasst und schlussendlich erkannt werden.
  • KFZ-Kennzeichen können auch bei entfernten Fahrzeugen entschlüsselt werden.
  • KFZ Insassen können auch durch die Front- oder Seitenscheibe identifiziert werden.
  • Entscheidende Detail wie die Kleidung oder beigefügte Gegenstände können eindeutig erkannt werden.

Zusatzfunktionen machen HD-Kameras unschlagbar:

HD-Überwachungskameras gibt es mit vielen zusätzlichen Funktionen. Nachtsicht- und Infrarotfilter können in speziellen Situationen die ideale Lösung sein. Auch Softwareseitig bietet die digitale Überwachung viele Vorteile. Per intelligenten Funktionen können nur relevante Aufnahmen (zum Beispiel bei Bewegung) gesichert werden. Bei Bewegung in einem festgelegten Bildausschnitt kann ein automatischer Alarm gesendet werden. Gesicherte Bilder können analysiert und nach bestimmten Ereignissen durchsucht werden. Auch ein externer Zugriff auf das Live-Bild über einen Browser oder eine entsprechende App ist möglich. Damit hat man jederzeit die bestmögliche Sicherheit, selbst wenn man nicht vor Ort ist.

HD Übertragungstechnik

Damit die HD-Bilder ohne Qualitätsverlust auf digitalem Weg übertragen werden können hat sich der HD-SDI-Standard (Serial Digital Interface) auch im Überwachungsbereich durchgesetzt. Mit dieser Schnittstelle ist es möglich vorhandene Infrastruktur mit Koaxialverkabelung (75 Ω, BNC) auf digitale HD-Übertragung umzurüsten. Die Installation eines neuen Kabelnetzes wird damit überflüssig.

Alternativ ist es auch möglich HD-Überwachungsbilder über ein vorhandenes LAN-Netzwerk zu übertragen und direkt auf angeschlossenen Servern zu sichern. Hierbei sind die Anschaffungskosten höher als bei der Umrüstung eines Koaxial-Netzwerks. Dafür kann wiederum mehr Speicher auf Festplatten angeschlossen werden.

Welche Technologie zu den gegebenen Anforderungen am besten passt kann man in einer individuellen Sicherheitsberatung erarbeiten. Experten sollten stets zu Rat gezogen werden um Fehlinvestitionen von vornherein zu vermeiden.

Aufzeichnung

Möchte man HD-Überwachungsbilder aufzeichnen muss man mit sehr hohen Datenmengen rechnen. Die Übertragung mit hohen Bitraten kann bis zu 2,970 GBit/s (FullHD, 1080p) beanspruchen. Passende HD-SDI Digitalrekorder sind auf dem Markt vorhanden. Diese können an ein vorhandenes Koaxialnetz angeschlossen werden.

Kommt ein LAN- oder WAN-Netzwerk zum Einsatz, können die übertragenen HD-Bilder direkt auf Serverfestplatten gesichert werden.

Fazit

Digitale Videoüberwachung bringt schon seit geraumer Zeit viele Vorteile mit sich. Der neue Schwung an digitaler HD-Kameratechnik setzt nochmal neue Standards. Herkömmliche analoge Videoaufzeichnung (meist in PAL) hat damit endgültig ausgedient. Zumindest ist jetzt ein guter Zeitpunkt seine Sicherheits-Infrastruktur auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls den aktuellen technischen Entwicklungen anzupassen.

Veröffentlicht am 9. September 2015

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